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Magen-Darm-Erkrankungen

Der Darm ist mehr als nur ein langer Schlauch

Lange Zeit wurde über dieses lebensnotwendige Organ wenig gesprochen, obwohl wir um dessen Wichtigkeit für unser Überleben „schon immer“ wussten. Ohne Darm gäbe es keine Nahrungsaufnahme!

Die Verdauung verdient wirklich große Aufmerksamkeit. Nicht nur weil sie die notwendige Instanz für unseren Energiehaushalt und unser gesundheitliches Wohlbefinden ist, sondern auch weil unser Verdauungstrakt in vielerlei Hinsicht durchaus interessante und faszinierende Seiten hat.

Der Darm ist eine wahre Chemiefabrik

Auf engstem Raum werden sowohl ätzendste Säuren als auch stärkste Laugen produziert. Fleischzersetzende Enzyme wirken, ohne uns von innen aufzulösen. Steuerhormone regeln das Zusammenspiel der Drüsen und vermitteln auch das Sättigungsgefühl damit wir uns nicht „überfressen“, darüber hinaus sogen sie dafür, dass wir das Trinken nicht vergessen.

Der Darm kann denken

Ein eigenes Nervensystem (unser Bauchgehirn) steuert das Zusammenspiel der Organe und kommuniziert außerdem mit dem Zentralen Nervensystem.

Im Darm wohnt das Immunsystem

Der Darm gilt als wichtigster Ort für die Schulung und Stärkung der körpereigenen Abwehr. In den Peyerschen Platten im Dünndarm halten sich ein Großteil der Immunzellen auf. Die Darmflora stellt wichtige Trainigspartner für die immunologischen Abwehrzellen zur Verfügung.  Sowohl ein schwaches als auch ein übereifriges Immunsystem können im Darm ihre Ursachen haben.

Im Darm leben viele interessante Bewohner

Der Darm ist der Wohnort für eine unvorstellbar große Menge an Bakterien, deren Nützlichkeit über lange Zeit von der Wissenschaft ignoriert wurde. Früher wurde viel über krankmachende Bakterien geforscht und die ungefährlichen mehr oder weniger ignoriert. Die Erforschung des Mikrobioms -die Gemeinschaft der uns bewohnenden Mikroorganismen- steckt quasi noch in den Kinderschuhen, und sensationelle Erkenntnisse machen rasend schnell die Runde. Manchmal verleiten sie zu voreiligen Rückschlüssen und Gesundheitsempfehlungen.

Eine kurze Geschichte der Ernährung

Unser Verdauungssystem hat sich seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte kaum verändert und unterscheidet sich auch wenig von dem anderer höherer Säugetiere.

Allerdings hat sich die Zusammensetzung der menschlichen Nahrung sehr stark durch die kulturelle Entwicklung des Menschen verändert. Über Jahrtausende haben sich unsere Vorfahren, die „Jäger und Sammler“ haben überwiegend von (Wild-) Fleisch, Fisch, Gräsern und Kräutern, Pilzen und Beeren ernährt. Doch seit der landwirtschaftlichen Revolution nimmt vor allem der Anteil an Getreide zu. Daneben ergänzen zunehmend gezüchtete Gemüse- und Obstsorten und domestizierte Tiere den Speiseplan.

Seit dem 20. Jahrhundert nimmt insbesondere der Konsum von Zucker und weißen Mehlen rasant zu.

In den letzten Jahrzehnten kamen noch allerlei in Labors entstandenen künstliche Zusatzstoffe (Farbstoffe, Süßstoffe, Geschmacksverstärker, Konsistenzverbesserer etc.) hinzu.

Nützlichkeit der Nahrungszubereitung

Auch die Nahrungszubereitung mit ihren vielfältigen kulturellen Unterschieden, hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt. Aber die Funktion der Nahrungszubereitung, nämlich die Nahrung leichter verdaulich zu machen, ist geblieben. Kochen, Braten und Backen tötet nicht nur unerwünschte Keime, sondern übernimmt einen ersten Verdauungsschritt für den Menschen. Das Würzen dient ebenfalls der besseren Bekömmlichkeit des Essens.

Konservierungsmethoden, zum Beispiel mittels milchsäurebildender Bakterien, machen viele Nahrungsmittel nicht nur länger haltbar und lagerfähig, sondern bringen zusätzliche positive Aspekte für die Gesundheit der Menschen mit sich.

Dies alles führt dazu, dass der Mensch für seine Verdauung weniger körpereigene Energie aufwenden muss, und seine Zeit und Kraft zunehmend anderweitig einsetzen kann. Mit anderen Worten: es bleibt Netto mehr Energie pro zugeführter Kalorie übrig, wenn durch entsprechende Vorbereitung das Essen leichter vom Darm aufgenommen werden kann. Es fällt uns hierzulande nicht schwer, unseren Kalorienbedarf über das ganze Jahr ohne besondere Anstrengung zu decken.

Essen und Stress verträgt sich nicht

Nicht vergessen werden sollte das „Ambiente“, in dem wir unser Essen zu uns nehmen. In aller Ruhe, am besten in netter Gesellschaft genossen, ist das Essen zuträglicher als im Stress. Denn die Verdauung ist ein Vorgang, der vor allem in der Entspannung stattfinden kann – im Stress werden unsere Verdauungsorgane schlecht durchblutet. Stress bedeutete für den Steinzeitmenschen „kämpfe oder fliehe“ und somit wird die Körperenergie, den für diese Tätigkeiten wichtigen Organen, dem Herzen und der Muskulatur des Bewegungsapparates bereitgestellt. Verdauen kann der Mensch, damals wie heute, am besten in geschützter Umgebung und ohne Eile.

Die leichte Verfügbarkeit von Nahrung birgt Risiken

Die Nahrungsaufnahme nimmt im Leben vieler „moderner Menschen“ nicht mehr den Stellenwert ein, der ihr angemessen wäre. Die Zeit für die einzelnen Mahlzeiten wird oft zu knapp bemessen. Und die Auswahl der Nahrungsmittel immeröfter nach dem Kriterium der schnellen Verfügbarkeit getroffen und seltener nach ihrer Qualität und Angemessenheit.

Der Darm muss viele aushalten

Bei all diesen Zumutungen, die auf unsere „zweitgrößte Grenzfläche zur Außenwelt“ mit ihren 30 – 40 Quadratmetern einwirken, ist es äußerst erstaunlich, wie groß die Toleranz unseres Verdauungstraktes ist! Manch einer kann sich monatelang von Fastfood und Softdrinks ernähren, ohne ernsthaft zu erkranken. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene halten diesbezüglich oft erstaunlich viel aus.

Darmerkrankungen nehmen zu

Aber es ist eben auch nicht verwunderlich, dass zahlreiche Erkrankungen des zivilisierten Menschen seine Verdauungsorgane direkt betreffen und diese eben nicht alle (wie in früheren Zeiten) von Infektionen verursacht werden. Zahlreiche Magen-Darm-Erkrankungen haben direkt mit den Lebensmitteln, der Art der Zubereitung und der Esskultur zu tun. Die rasante Zunahme der Häufigkeit dieser Erkrankungen erhärten den Verdacht, daß dies mit unserem modernen Leben zu tun hat.

 

Einige Beispiele:

Nicht alle Erkrankungen des Verdauungsapparates lassen sich so einfach diagnostizieren wie der Karies. Der Zahnarzt hat es in dieser Hinsicht leicht. Sein geübter Blick in den Mund des Patienten lassen ihn meist sehr schnell zu einer Diagnose kommen, ob der Schmerz im Mund von einem Loch im Zahn oder von entzündetem Zahnfleisch herkommt. Und wenn es Beides nicht ist, liegt er mit der Vermutung, es habe etwas mit der Zahnwurzel zu tun, selten daneben. Auch die Ursachen dieser Erkrankungen sind hinlänglich bekannt, vor allem Zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke schaden unseren Zähnen. Schon hier zeigt sich, wie stark sich die Ernährung auf unsere Gesundheit auswirkt.

Ab der Speiseröhre wird es unübersichtlicher. Obwohl diese lediglich die Funktion eines Durchleitungsschlauches für den Speisebrei zum Magen hat, kann sie von Entzündungen betroffen sein. Der Grund für die Entzündung lässt sich nicht immer einfach finden und auch die Behandlung ist nicht immer einfach. Es ist allerdings unumstritten, dass auch hier eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten Besserung und sogar Heilung bewirken. Oft kann allein der Verzicht auf feste Nahrung nach 18 Uhr eine Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre zum Abklingen bringen.

Nahrungsaufnahme ist ein sehr komplexes Zusammenspiel von Lebensmitteln und Verdauungsorganen

Je tiefer wir in die Verdauungsorgane eintauchen, desto komplexer werden die Zusammenhänge zwischen Organ und Nahrung. Und je genauer wir hinsehen, desto deutlicher wird, wie wichtig das gute Zusammenspiel der unterschiedlichen Verdauungsorgane für die Aufnahme der Nahrungsbestandteile sind.

Schon das Riechen von Nahrung, manchmal sogar das Sehen, bewirkt , dass verschiedene Verdauungsprozesse angestoßen werden. Nicht nur im Munde läuft das Wasser zusammen, wenn die Lieblingsspeise erschnuppert oder erblickt wird, auch der Magen schaltet auf Stand-by. Das Schmecken der Speisen sendet bereits erste Signale an die Leber und die Bauchspeicheldrüse, damit sie sich auf ihre Aufgaben vorbereiten können: Produktion und Ausschüttung des Gallensaftes für die Fettverdauung,  Freisetzung der Enzyme für die Verdauung der Eiweiße und Kohlenhydrate. Aber auch der spätere Transport der Nahrungsbestandteile ins Blut und danach in die Zellen wird bereits jetzt vorbereitet.

Der Magen dient als erster Zwischenspeicher der aufgenommenen Nahrung. Zudem hat er die wichtigen Aufgabe, Nahrung zu desinfizieren, sowie Eiweiße teilweise aufzuspalten. Dabei ist er selbst dem Risiko ausgesetzt, seinen Säften zum Opfer zu fallen! Man erleichtert ihm die Arbeit nicht nur durch gründliches Kauen, sondern auch durch ruhiges Essen. Wenn wir uns entspannen, hat der Magen mehr Kraft zum Arbeiten und der Speisebrei muss nicht so lange im Magen verweilen.

Die Gastritis

Eine Entzündung der Magenschleimhaut kann verschiedene Ursachen haben. Die Therapie zielt immer als erstes darauf ab, den Magen vor seinen eigenen Säften zu schützen, um eine tiefer gehende Schädigung der Magenwand zu verhindern. Aber ohne weitergehende Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursache/n wird sich selten ein langfristiger Erfolg einstellen. Es ist ein weitverbreiterter Irrglauben, daß eine Magenschleimhautentzündung in der Überproduktion von Magensäure ihre Ursache hat. Dies ist eher selten der Fall und oft trifft eher das Gegenteil zu, und der Magen produziert zu wenig Verdauungssäfte, was dazu führt, daß der Speisebrei zu lange im Magen liegt.

Auch einer der Hauptverursacher, das Bakterium Helicobacter Pylori, lässt sich nicht durch Säureblocker vertreiben.

Der Zwölffingerdarm ist der obere Teil des Dünndarms, der sich an den Magen anschließt. Er wird von vielen Menschen in seiner Wichtigkeit unterschätzt. Aber hier münden die Ausgänge der großen Verdauungsdrüsen (Leber und Bauchspeicheldrüse) in den Darm.

Der Speisebrei, der sehr sauer aus dem Magen kommt, muss neutralisiert werden, damit die Enzyme, die die Nahrung in ihre kleinsten Bestandteile zerlegen müssen, ihre Arbeit tun können. Schon hier entscheidet sich, wie gut die Nahrung in ihre Bestandteile aufgespalten werden kann.

Nur die kleinsten Bausteine (Einfachzucker, Aminosäuren/ Di- Tripeptide, Fettsäuren) können (und sollen) vom Blut aufgenommen werden. Vieles was nicht zerlegt wird kann in späteren Darmabschnitten Probleme bereiten. Daher ist die Gesundheit dieses Abschnittes und seiner angeschlossenen Verdauungsdrüsen von großer Wichtigkeit.

Duodenitis

Aber leider kann es auch hier zu Entzündungen kommen. Manch eine angenommene Magenschleimhautentzündung entpuppt sich als Entzündung des Zwöffingerdarms

Die Hauptaufgaben des Dünndarms bestehen zum einen in der Aufnahme der Nahrungsbestandteile in das Blut und die Lymphe und zum anderen in immunologischen Abwehr von unerwünschten Substanzen.

Den unterschiedlichen Abschnitten dieses 4-6 Meter langen Schlauches kommen unterschiedliche Hauptaufgaben zu. So werden die meisten Fettsäuren, und damit auch die fettlöslichen Vitamine (A, E, D, K) bereits im ersten Abschnitt aufgenommen. Während das Immunsystem mehr zum Ende hin sein Territorium hat.

Reizdarm, Leaky Gut, Morbus Crohn, CES, Zöliakie

Sind einzelne Bereiche des Dünndarms zum Beispiel durch Entzündung geschwächt, hat dies Auswirkungen auf die Nährstoffaufnahme. Sind Teile der Darmschleimhaut so stark geschädigt, dass größere und unerwünschte Nahrungsbestandteile die Wand passieren, kann dies zu immunologischen Reaktionen führen, die sich auch an anderen Stellen des Körpers zeigen und insgesamt zu einer starken Belastung für die Gesundheit werden können.

Malabsorption – Viel Essen, wenig aufnehmen

Ein Nährstoffmangel kann auch entstehen, wenn genügend und ausgewogen Nahrung zugeführt wird. Vor allem wenn die Darmschleimhaut nicht in der Lage ist die Nährstoffe ins Blut zu transportieren.

Getrennt durch eine Klappe schließt der Dickdarm an den Dünndarm an. Gleich zu Beginn des Dickdarms zweigt der Blinddarm mit dem Wurmfortsatz ab. Der Wurmfortsatz weist nochmals eine größere Ansammlung lymphatischen Gewebes auf und ist somit Teil der immunologischen Abwehr.

Im Dickdarm wird der Speisebrei durch die Resorption von Wasser und Mineralien eingedickt. Darüber hinaus haben hier die mittlerweile zu großem Ansehen gekommenen Darmbakterien ihren Hauptwohnsitz. Auch in den vorherigen Abschnitten leben wichtige Bakterien, aber diese gehören anderen Spezies an und ihre Anzahl ist wesentlich geringer.

Die Zusammensetzung dieser Bakterienpopulation hängt zum einen davon ab, was wir essen und ansonsten zu uns nehmen wie Medikamente, Nikotin usw. , aber auch davon, wie gut wir in den oberen Abschnitten verdauen. Werden zum Beispiel Eiweiße zu schlecht aufgespalten und ungenügend aufgenommen, kommt es zu einer Zunahme der proteinliebenden Bakterien, der so genannten Fäulnisflora. Die Stoffwechselprodukte dieser Fäulnisflora sind unserer Gesundheit nicht zuträglich, und wir sollten eine Überhandnehmen dieser Darmbewohner tunlichst vermeiden.

Das Zusammenspiel der Darmflora mit unseren körpereigenen Zellen (sowohl die Vielfalt als auch die Menge der einzelnen Spezies) wirkt sich stark auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aus. Darmbakterien regulieren den pH-Wert im Darm, ernähren die Darmschleimhaut und greifen in unser hormonelles System ein.

Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Reizdarm, Morbus Crohn

Erkrankungen des Dickdarms sind alles andere als angenehm. Manche Beschwerden sind nur von kurzer Dauer, weil man vielleicht etwas zu viel, zu fett oder zu unverträgliches gegessen hat. Sollten aber Darmbeschwerden ihr häufiger Begleiter sein, ist es Zeit über eine Abklärung der Symptome nachzudenken und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die Wurst im Klo

Was am Ende der Verdauung unseren Körper wieder verlässt ist übrigens zum großen Teil Wasser, Darmbakterien, unverdaute Nahrungsbestandteile und zu einem großen Teil auch körpereigene Zellen. Insbesondere Darmzellen, da sich die Schleimhautwände des Darms sehr schnell erneuern und alte, abgestoßene Zellen direkt ins Verdauungsrohr gelangen. DANKE für eure Arbeit!

Die Leber ist wichtig für die Verdauung und für das Hormonsystem

Für die Fettverdauung stellt sie den Gallensaft zur Verfügung. Der Gallensaft emulgiert die Fette zu kleinsten Tröpfchen, damit die Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse sie weiter in kleinste Einheiten zerlegen kann. Denn nur so können sie vom Körper (vom Blut und von der Lymphe) aufgenommen werden. Darüber hinaus ist der Gallensaft für den Transport und die Ausscheidung von fettlöslichen Giftstoffen, Cholesterin und sonstigen Abfallprodukten des Stoffwechsels nötig.

Zu den weiteren wichtigsten Aufgaben der Leber zählen die Bildung, der Umbau, die Speicherung aber auch der Abbau sämtlicher Nährstoffgruppen (Fette, Zucker, Eiweiße).

Abbau und Entgiftung körpereigener Stoffe wie Ammoniak, Hormone, Bilirubin sowie zugeführter Substanzen wie Alkohol, Medikamente und giftiger Nahrungsbestandteile sind zentrale Aufgaben der Leber und lebensnotwendig, ebenso wie die Herstellung verschiedener Blutbestandteile wie zum Beispiel Gerinnungsfaktoren.

Als körpereigene Chemiefabrik spielt die Leber für sämtliche Körperfunktionen eine wichtige Rolle. Eine eingeschränkte Leberfunktion sollte immer mit großer Sorgfalt beobachtet und behandelt werden. Glücklicherweise ist die Leber äußerst regenerationsfreudig, wenn man ihr die Gelegenheit dazu gibt und sie durch gesunde Lebensweise unterstützt.

Die Gallenblase

Sie ist das Speicherorgan für den Gallensaft, den die Leber auf Vorrat produzieren kann. Wenn wir eine sehr fettreiche Speise zu uns nehmen ist ein solcher Vorrat an Gallensaft sehr nützlich. Der Gallensaft wird in der Gallenblase eingedickt. Bei einem Ungleichgewicht der Bestandteile kann es zum Ausfällen von festen Bestandteilen kommen, und es bilden sich Gallensteine, die oft unbemerkt bleiben, aber manchmal auch zu starken Beschwerden führen.

Zwei Organe in einem

Die Bauchspeicheldrüse besteht aus zwei Funktionseinheiten. Der sogenannte exokrine Teil (99% des Pankreas) stellt wichtige Verdauungsenzyme für die Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratverdauung her und auch das stark basische Hydrogencarbonat. Dieser Teil gibt sein Sekret in den Zwölffingerdarm ab.

Der endokrine Teil (die Langerhans Inseln) produziert Hormone, die vor allem den Kohlenhydratstoffwechsel im Körper regulieren. Hier befindet sich der Bildungsort für Insulin, das einzige Hormon, das in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Langerhanszellen geben ihr Sekret ins Blut und die Lymphe ab.

Wenn die Verdauungsleistung der Bauchspeicheldrüse eingeschränkt ist

Eine Einschränkung oder Überlastung der Verdauungsfunktion der Bauchspeicheldrüse macht sich durch starke Verdauungsbeschwerden (Schmerzen, Durchfälle, stinkende Blähungen) bemerkbar. Da die Nahrung nicht ausreichend aufgespalten wird, können die Nahrungsbestandteile nicht über den Darm aufgenommen werden. Demzufolge kann es zu einer Mangelernährung kommen, obwohl man eigentlich genug isst. Stattdessen ernähren und vermehren sich unerwünschte Bakterien im Dickdarm, die sich über das große Nahrungsangebot freuen. Das Ökosystem Darm gerät aus dem Gleichgewicht, da Fäulnis- und Gärungsbakterien überhand nehmen. Bauchschmerzen, Durchfälle und stinkende Blähungen sind spürbaren Folgen.

Der Diabetes mellitus

Die Einschränkung der endokrinen Funktion der Bauchspeicheldrüse gehört in den Bereich der hormonellen Störungen, diese wirkt sich nur indirekt auf die Verdauung aus.

Sie macht sich durch Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel bemerkbar und der Blutzuckerspiegel gerät aus dem Gleichgewicht.

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