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Histaminose: eine Störung mit vielen Gesichtern

Was haben Migräne, Bauchschmerzen, Menstruationskrämpfe, Atemprobleme, Dauerschnupfen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Energiemangel, Hautprobleme und Herzrasen gemeinsam?

Auf den ersten Blick nicht viel! Außer, daß sie einem das Leben ganz schön schwer machen können. Darüber hinaus ist ihre Gemeinsamkeit, daß eine Störung im Histaminhaushalt die Beschwerden hervorrufen und verschlimmern kann.

Wenn Sie also unter unerklärlichen, teils diffusen oder wechselnden Beschwerden leiden, könnte eine Störung im Histaminstoffwechsel damit zu tun haben.

Doch was ist Histamin eigentlich?

Histamin ist ein Entzündungsmediator. Das bedeutet, daß Histamin wichtig ist bei der Abwehr körperfremder Stoffe, und bei der Heilung von geschädigtem Gewebe -zum Beispiel bei Verletzung oder Reizung. Eine Entzündung ist grundsätzlich eine sehr schlaue Reaktion des Immunsystems, und notwendig für das Überleben. Allerdings gibt es manchmal des „des Guten zuviel“ und das Immunsystem reagiert zu fleißig auf kleine Reize und es wird zu viel Histamin frei gesetzt.

Darüber hinaus ist Histamin als Botenstoff des Nervensystems wirksam. Es wirkt aktivierend auf die Muskulatur der inneren Organe (Magen-Darm, Bronchien, Gebärmutter- bis hin zu Krämpfen), vertreibt Müdigkeit bzw. verursacht Schlafstörungen. Histamin vermag den Blutdruck zu senken und den Herzschlag zu beschleunigen. Histamin regt außerdem die Säureproduktion des Magens an. Auch hier wird deutlich, daß ein zuviel an Histamin das Problem ist, und nicht der Stoff an sich!

Von einer Histaminose spricht man, wenn der Körper mehr Histamin aufnimmt und bildet, als er abbauen kann.

Wie diese Störung zu Stande kommt ist nicht immer leicht herauszufinden. Denn Histamin ist ein Stoff, den der Körper selbst bildet, und auch selbst wieder abbaut.

Hinzu kommen allerdings weitere Histaminproduzenten die dazu beitragen können, daß mehr Histamin im Körper anfällt. Neben Rotwein und altem Käse gibt es zahlreiche weitere Nahrungsmittel, die Histamin enthalten oder freisetzen.

Aber auch die Darmflora ist ein wichtiger Faktor. Ist die bakterielle Besiedlung  im Darm aus dem Gleichgewicht geraten (zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika) können sich histaminbildende Darmbakterien vermehren und erheblich zum Beschwerdebild beitragen.

Auf der anderen Seite kann auch das Histamin-Abbauende System beeinträchtigt sein. Zum Beispiel wenn die Darmschleimhaut selbst nicht gesund ist. Oder wenn wichtige Nährstoffe wie Kupfer und Vitamin C nicht ausreichend zugeführt oder aufgenommen werden und dadurch histaminabbauende Enzyme nicht gebildet werden können.

Es ist also nicht immer leicht die Entstehung des Histamin-Überschusses zu erklären. Eine ausführliche Anamnese und gezielte Untersuchungen, vor allem der Verdauungsleistung, der Darmflora und der Darmgesundheit sind notwendig. Manchmal auch eine Blutuntersuchung.  Chronische Entzündungen müssen gefunden und zum Abheilen gebracht werden. Nur wenn alle wichtigen Faktoren berücksichtig werden, kann eine Therapie zum Ziel führen.

Ein Histaminüberschuss kann sich auf viele Arten bemerkbar machen:

  • Starke Allergieneigung mit Fließschnupfen oder verstopfter Nase, Asthma
  • Neurodermitis, Juckreiz, Urtikaria, Hautrötungen
  • Migräne, Schwindel, Übelkeit
  • Menstruationskrämpfe
  • Sodbrennen, Durchfall, Blähungen
  • Niedriger Blutdruck, Anaphylaxie, Herzrhythmusstörungen
  • Schlafstörungen

 

Therapieoptionen

So vielseitig die Erkrankung ist, so differenziert muss sie auch behandelt werden:

Eine individuelle Ernährungsberatung ist hier ebenso wichtig, wie ein gleichzeitiger gezielter Aufbau der schützenden Darmflora. Begleitend helfen Pflanzen, die Verdauung zu unterstützen, den Darm zu pflegen und histaminbildende Bakterien zu bekämpfen. Entzündungen im Körper müssen ausfindig gemacht und zum Abklingen gebracht werden.

Darüber hinaus muss eine Überprüfung der Medikamente erfolgen um gegebenenfall auf Alternativen umzustellen.

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